150 Jahre Sek Hinwil

Feiern Sie mit uns am 10. Juli 2010

      Schulhaus Linde

1860 Gründung der Sekundarschule Hinwil

Der Gedanke, dass Hinwil eine eigene Sekundarschule haben sollte, muss die Männer, die an der Spitze dieser Gemeinde standen, frühe beschäftigt haben. In allen Baufragen zeigten sie sich sehr zurückhaltend. Nur wenn Bubikon Anstrengungen machte, Schulort zu werden, machten sie gleich große Offerten. Gegen Ende des Jahres 1857 traten einsichtige Männer in Hinwil zusammen, um zu beraten, wie man hier eine eigene Sekundarschule gründen könne. Sie wählten eine Kommission von drei Mitgliedern, welche die Sache fördern sollte. Es waren die Herren Gerichtsschreiber Meili, Gemeindeammann Bachmann und Pfarrvikar Grob. Diese erhielten von der Erziehungsdirektion (Dr. Dubs) die Auskunft, daß das neue Schulgesetz ihrem Vorhaben günstig sein werde, indem es gestatte, die Zahl der Kreise auf 60 zu erhöhen. Nur müsse auch Hinwil das Nötige tun, wenn es Erfolg haben wolle. Nun wurden freiwillige Beiträge gezeichnet, die dem Opfersinn jener Tage ein glänzendes Zeugnis ausstellen. Bald hatte man 636 Fr. fällig bei Eröffnung der Schule, 2568 Fr. fällig im Lauf der 6 folgenden Jahre, dazu 274.41 Fr., die von Soldaten zu einem andern Zwecke zusammengelegt worden waren, und endlich den Anteil am Schulfond des bisherigen Kreises. Hinwil verlangte 2400 Fr. Man bot ihm 2000 Fr. und mußte schließlich nach regierungsrätlichem Entscheid 2725.82 Fr. zahlen, dazu 2 1/2, Jahreszinse à 4%,= 272.58 Fr. So konnte schon die 3. Rechnung abgeschlossen werden mit einem liquiden Vermögen von 6377.81 Fr., nur tausend Fr. weniger als die 4 Gemeinden in 26 Jahren zusammen gespart hatten. An die Beheizung leistete das Dorf Hinwil 65 Fr. Als Schulzimmer nahm man zuerst das Arbeitsschulzimmer im Primarschulhaus in Aussicht; aber die Oberbehörden erhoben Einsprache. Nun stellte die Kirchgemeinde ihr Lokal, das früher der Primarschule gedient hatte, zur Verfügung. Es ist 8 Meter lang, fast so breit und ordentlich hoch, 2 1/2 Meter. Lange Zeit hatte es die ganze Schuljugend von Hinwil, Hadlikon, Unterholz und Erlosen-Bossikon aufgenommen, bis 120 Schüler. Das Schulhaus war zu 800 Gulden versichert und ging - um 300 Gulden an die Kirchgemeinde über. Diese stellte es dein Sekundarschulkreis unentgeltlich zur Verfügung. Es ist die hintere Stube der heutigen Wirtschaft zur „Linde". (Siehe Bild).
(Auszug aus der Festschrift 1911 Einweihung Sekundarschulhaus Hinwil)